| Einordnung in die Berliner Bildungslandschaft | | Drucken | |
| Projekte in der Kulturwirschaft - Nakulex::: Berliner Pilotprojekt | |||
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In der Berliner Bildungslandschaft werden verschiedene Maßnahmen zur Qualifizierung von KünstlerInnen in den letzten Jahren angeboten. Sie reichen von kurzläufigen Existenzgründerseminaren bis hin zu mehrwöchigen Kunstmanagementlehrgängen. Ohne die Berechtigung dieser Aktivitäten in Zweifel zu ziehen, geht NaKulEx einen anderen Weg. Die Verbesserung nichtfachlicher Handlungskompetenzen im Bereich der Kreativwirtschaft kann – so belegen es zahlreiche Projekterfahrungen auf diesem Gebiet – nicht ausschließlich Präsenzveranstaltungen in Unterrichtsform erreicht werden. Es bestehen starke Widerstände seitens der TeilnehmerInnen gegen Großgruppenseminare, in denen die persönliche Situation sowie perspektivische Projektvorhaben dargelegt werden sollen. Selbst gegenüber dem Eingehen von künstlerischen Kleinkooperationen mit nicht konkurrierenden Genrevertretern besteht ein großes Misstrauen.Deshalb werden der künstlerische Schaffensprozess und die künstlerische Einzelpersönlichkeit sowohl bei der zeitlichen als auch bei der inhaltlichen Projektgestaltung berücksichtigt. Dieser Umstand ist von maßgeblicher Bedeutung, um einen tragfähigen Konsens zur Mitarbeit herstellen zu können. Als nächsten Schritt geht es um die Ausprägung der Bereitschaft und Fähigkeit, in Netzwerken und Gemeinschaften aktiv wirken zu wollen. Auf diesen Erkenntnissen fußend, ist für NaKulEx ein spezielles Vorgehen entwickelt worden, um die genannten Ziele zeitnah zu erreichen.
Als erste Prämisse hat sich herausgestellt, dass Einmalberatungen wirkungslos bleiben und Wiederholberatungen in einem starren Zeitrahmen nicht mit dem künstlerischen Schaffensprozess vereinbar sind. Dem folgend, kann eine Nachhaltigkeit bei der Herausbildung nichtfachlicher Kompetenzen nur über den Weg langfristig orientierter Wiederholberatungen sowie der Verstetigung durch die selbständige wirtschaftliche Entwicklung eigener Vorhaben unter fachlicher Begleitung wirkungs-voll erreicht werden. Dies führt zu einer zweiten Prämisse – dem Erfordernis der Teilnahme an interaktiven Kleingruppenveranstaltungen, den s. g. Infotainments. Hier wird workshopartig eine konzentrierte Wissensvermittlung mit einem sofortigen Transfer in das eigene Tätigkeitsfeld verbunden. Aus der Beratung zur Kommerzialisierung eigener Vorhaben entstehen Problemthemen, die nur ein ausgewählter TeilnehmerInnenkreis nachfragt. Als Beispiele sind der systematische Aufbau von Kontakten zu Galerien in Berlin oder die Gestaltung einer erfolgswirksamen Präsentationsmappe für bildende KünstlerInnen anzuführen. Der Kennenlernprozess von TeilnehmerInnen untereinander wird durch die Art Consulter des Trägers gesteuert und führt zu einer dritten Prämisse – der Ausprägung von Bereitschaften zum Eingehen von zeitweisen/ dauerhaften Künstlerkooperationen. Die Initiierung von Gemeinschaftsprojekten (Ausstellungen, Firmenprojekten u. ä.) wird so als maßgeblicher Meilenstein nachhaltiger Existenzstabilisierung erreicht.
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